Seit Jahren steht ein Sparschwein im Keller. „Ruanda“ steht drauf. Doch wirklich was damit anzufangen wusste aus der jetzigen Generation der Aktiven keiner mit dem Sparschwein. Für einen guten Zweck auf jeden Fall. Aber für was für einen?

Einfach mal nachfragen. Daher hakte man bei der Altherrenschaft nach und siehe da – man fand diejenigen, die in Verbindung mit dem Projekt standen. Hierbei handelte es sich um die Frauen Gertrud Baumann und Adelheid Fröhlich, liiert mit Alten Herren unserer Baltia. So kam dann auch der Vortrag zustande, der darüber aufklären sollte, um was für ein Projekt in Ruanda es sich denn handle.

Viele Bundesbrüder und auch einige Gäste waren anwesenden, um dem Vortrag zu lauschen. Zusätzlich wurde das Gesprochene mit visuellem Material unterstützt. Doch was für ein Land ist Ruanda eigentlich? Schon mal gehört auf jeden Fall. Einige wussten vom blutigen Bürgerkrieg, der das Land in den letzten beiden Dekaden zu großen Teilen zerstörte. Für weitere Infos sorgten dann die vortragende Dame … . Das ostafrikanische Ruanda war früher deutsche Kolonie, seit 1962 unabhängig und Heimat von knapp 13 Millionen Einwohnern. Es gehört zu einem der ärmsten Länder der Erde und die infrastrukturellen, bildungstechnischen und administrativen Strukturen sind sehr schlecht. Korruption und Folgen des Bürgerkrieges sind im Alltag zu spüren. Doch auch das Gesellschaftsverständnis ist ganz anders als in Deutschland. Die ländlichen Ortschaften sind sehr föderal und bestehen meist lediglich aus mehreren Großfamilien. Viel Aufbauarbeit und Struktur innerhalb einer Ortsgemeinde gehen von der Kirche aus, die Gemeinden treffen sich wöchentlich zu mehrstündigen Gottesdiensten.

Nach wie vor müssen viele Dorfbewohner Kilometer für sauberes Trinkwasser laufen, um dieses in Töpfen und Kanistern zum Haus zu schleppen. Daher unterstützt das Ruandaprojekt den Brunnenbau in den Ortschaften, aber auch Bildungsprojekte. Durch den engen Kontakt über das Kindermissionswerk „Die Sternsinger e.V.“ vor Ort fließen die Spenden zu 100% in die Projekte. Schon seit über 20 Jahren unterstützen Gertrud Baumann und Adelheid Fröhlich dieses Projekt und haben bereits eine Unterstützung über einer halben Million Euro auf die Beine gestellt. Dafür wurden sie 2016 sogar mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Die Aktiven waren davon sehr beeindruckt und spendeten am Ende selbst in das nun gut bekannte Ruandaschwein, sodass ein dreistelliger Beitrag zustande kam. Rundum ein gelungener Abend und ich kann jedem Bundesbruder nur empfehlen, dieses Projekt zu unterstützen. Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an die Vortragenden!

Alexander Tegethoff Bl!