Wie jedes Semester trafen sich alle Balten auch dieses Mal wieder zum theologischen Abend mit Bbr. Erik, damit jeder mit seinem Fachwissen glänzen konnte. Dafür hat sich Erik unter dem Thema Nächstenliebe einen biblischen Text herausgesucht, der von den verschiedenen Hobbytheologen in die Mangel genommen wurde. Unter den verschiedenen Gesichtspunkten Nächstenliebe, Verantwortung und Opferbereitschaft wurde der Text Zeile für Zeile in verschiedenen Gruppen untersucht. Dieser war ein Auszug aus einem Brief an die Römer (Römer 12.1-8) mit dem Thema Gemeinde und Dienste. Es stellte sich schnell heraus, dass das Engagement oder der Dienst jedes Einzelnen nicht absolut gesehen werden darf. Laut Paulus soll sich jeder Christ eigenständig bewusst werden, was seine Stärken sind und wie er diese zum Wohl der Gemeinde einbringen kann.

Nachdem wir den Text besprochen hatten, konnte Erik von den jungen Bundesbrüdern über aktuelle Themen der Kirche ins Kreuzfeuer genommen werden. Im Vordergrund stand das aktuelle Thema „Ehe für Alle“, zu welchem es einen Beschluss im Bundestag gegeben hatte. Wie steht die Kirche dazu? Was denkt Erik persönlich? Die Beantwortung dieser Fragen leitete Erik mit der kirchlichen Definition bzw. dem kirchlichen Verständnis der Ehe ein. Neben dem Verständnis einer Verbindung von Mann und Frau umfasst die eheliche Absicht vor allem auch, Kinder auf die Welt zu bringen. Dieses Verständnis stellt daher den großen Unterschied zu allen anderen Lebensgemeinschaften dar, in der keine Kinder hervorgebracht werden können, weshalb nicht damit zu rechnen sei, dass das kirchliche Eheverständnis ebenfalls erweitert werden wird. Dies bedeutet aber keinesfalls eine totale Ablehnung anderer Lebensmodelle. Im Gegenteil solle jedwede Art von Gemeinschaft wertgeschätzt werden, in der sich Menschen lieben und gegenseitig unterstützen. So ist es wichtig zu betonen, dass jede Verbindung ihren ganz eigenen Wert besetzt, welche sogar auch kirchlich durch Segnung diesen erfahren darf.

Alexander Müller Bl!