"Ich versteh das nicht. Müssen wir jetzt erst bei euch bezahlen und die an der Theke streichen dann ab?" "Nein... Du bezahlst bei uns, kriegst eine Marke und gibst diese dann an der Theke ab!" Eigentlich ein recht simples Bezahl-System. Naja. Ich verstehe bis heute nicht so recht, warum wir es nicht doch anders gemacht haben... 
Der gemeinsame Stammtisch hatte also als Einstieg direkt kontroversen Gesprächsstoff geboten. Es gab Cartell- und Bundesbrüder, welche das System verstanden hatten und dieses verteidigten und dann die, die sich fragten, warum man nicht direkt an der Theke abstreichen sollte. Spitzfindige Argumente mit besonderer Gewichtung flogen umher. Das erfolgreichste Argument: "Wenn wir die Limetten schneiden wird die Liste auf dem Tisch nass" besiegelte das Schicksal der Diskussion. Nicht zuletzt weil Argumente wie: "Hängen wir die Liste doch mit einem Stift an die Wand!" gekonnt überhört wurden. So war das Markensystem geboren. Dienste wurden hinter den Markenverkauf, den Zapfhahn und die Cocktailbar gestellt. Eine Schlange bildete sich am Markenverkauf und schleppend bekam jeder sein Getränk nach Wunsch. Patrick Plum und Florian Klein zauberten dabei, trotz mangelnder Cocktailschirmchen, Instagram-fähige und leckere Cocktails herbei.
Neben einer nun laufenden Getränkeversorgung war auch die kulinarische Verpflegung gesichert. Salate, Brote und Fleisch schmückten ein reich gedecktes Buffet. Mein persönlicher Star des Abends war jedoch die Aldi Barbecue Soße. Noch bis in den späten Abend und in den tiefen Keller sollte mir diese als treuer Weggefährte dienen.
So verlief der Abend, trotz anfänglicher Diskussion, sehr harmonisch und reibungsfrei. Mit viel Spaß und gut genährt zogen wir, den Nachbarn zu Liebe, in den Keller ein und ließen den Abend bis in den frühen morgen ausklingen.