Passend eine Woche vor dem Stiftungsfest hatten wir dieses Wochenende ein eintägiges Seminar der CV-Akademie unter dem Motto „Reden ist Silber – wenn man es kann!“. Während des Seminars haben wir uns in verschiedensten kleinen Reden geübt und dabei nicht nur unsere Aussprache und Rhetorik sondern auch weitere wesentliche Bestandteile des freien Redens verbessern.

Mein persönliches Highlight, das wie vieles andere auch einen gewissen couleurstudentischen Bezug hatte, war eine Ansprache zum hypothetischen 80. Geburtstag unseres Philisterseniors bei einem öffentlichen Empfang. Dabei galt es nicht nur die Frage zu klären, wie in diesem öffentlichen Rahmen wohl die richtige Ansprache sei, sondern auch wie persönlich man werden kann und darf und wie man vor so großem Publikum die Nerven behält.

Der Trick: langsam reden. In kurzen Sätzen. Hört sich einfach an, aber wer schon einmal eine Rede vor über 100 Menschen gehalten hat und sich an seine eigenen Anfänge zurückerinnert, weiß, dass es sich deutlich einfacher anhört, als es tatsächlich ist. Denn man muss sich nicht nur darauf konzentrieren, sich nicht im eigenen Satz zu verhaspeln und das totale Black Out zu bekommen, es bleibt noch die Frage wohin mit den Händen und wohin mit dem Blickkontakt.

Nicht ganz uneigennützig  habe ich das Seminar genau auf das Wochenende vor unser Stiftungsfest gelegt, um noch das ein oder andere Sahnehäubchen der oben genannten Themen für meine Ansprache mitnehmen zu können – ob mir das geglückt ist, konntet ihr bei meiner Festrede hoffentlich selbst beurteilen.