Der Kommers des 112. Stiftungsfestes unserer lieben Baltia fing für mich schon am Vortag an. Während des Aufbauens mit meinen Conchargen fiel mir erst so wirklich auf, wie viele Leute mir da am nächsten Tag zuhören würden.

Ich ignorierte meine Nervosität und dachte mir, dass alles schon irgendwie gut werden würde. Leider lag das 120. Stiftungsfest der K.D.St.V. Makaria Berlin zu Aachen parallel zu unserem, weswegen nur sehr wenige Chargierte von Gastverbindungen anwesend waren; natürlich handelte es sich bei den Anwesenden um die üblichen Verdächtigen K.D.St.V. Marchia Breslau zu Aachen und K.D.St.V. Bergland Freiberg (Sachsen) zu Aachen. Da dies ein normaler, nicht-runder Sommerfestkommers werden würde, gab es keinerlei außerordentliche Bandverleihung. Allein unserem neuen Fuchs Jonathan Buhren habe ich es zu verdanken, dass ich trotzdem jemandem ein Band mit unseren Farben verleihen durfte!

 

Der Kommers war insgesamt ein Kurzer. Schon allein deshalb gab es wohl mehr Zeit zum reden; die Colloquien konnten länger sein, was die gute Stimmung nur förderte, und der Vortrag konnte auch ein wenig länger sein, denn man hatte ja Zeit! Cbr. Klaus Weber hatte sich im Vorfeld dazu bereit erklärt, uns von den aktuellen Entwicklungen in der Hochschulpolitik zu berichten. Ich habe seinen Vortrag sehr genossen, er war sehr informativ, interessant und mit einigen Lachern versehen; außerdem meiner Einschätzung nach weder zu kurz noch zu lang gehalten. Und so endete der Kommers nach 2,5 – 3 Stunden. Aber nicht die Nacht! Bis in die frühen Morgenstunden wurde die nun wieder funktionierende Lüftung des Kellers beansprucht. Selbst AH JüMü und Gattin wollten den Keller nicht so früh wie sonst verlassen, und tanzten, bis die ersten Sonnenstrahlen gen Baltenfahne strebten.